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Histamin im Zusammenhang mit Heuschnupfen & hilfreiche Tipps, die sofort helfen

Birkenpollen

It’s this time again – alle niesen, haben rote, verquollene Augen, Halsjucken oder im schlimmsten Falle sogar Asthma: Die Pollensaison ist gestartet. Jedes Frühjahr überrascht es uns erneut. Ich hatte früher im Winter immer das Gefühl ich hätte die Pollenproblematik nun überwunden. Von Jahr zu Jahr wurde es tatsächlich auch besser aber bis dahin war es ein langer Weg. Wenn Du hier gelandet bist, dann entweder weil Du mich magst und Du mir einen Pagevisit schenken möchtest oder weil Du eben auch geplagt bist und nach Möglichkeiten suchst, dass es Dir besser geht. Es wird Dir besser gehen, es gibt ein paar einfache Tipps und Tricks, die Du beherzigen kannst. Und ich verrate Dir schon mal, dass Histamin eine Rolle spielen kann.

Was ist Histamin?

Histamin ist ein biogenes (also nicht künstliches) Amin (Wasserstoffbrückenbindung oder auch Eiweißstoff), das unser Körper selber produziert und das außerdem in Lebensmitteln vorkommt. So weit so gut. Histamin wird im gesunden Körper, wenn zu viel vorhanden ist, wieder abgebaut. Diaminoxidase (ein Enzym, kurz DAO) wird beim Menschen im Darm, den Nieren und der Plazenta produziert. Dieses Enzym ist dann in der Lage Histamin, Putreszin und andere biogene Amine abzubauen (die sogenannte Histaminintoleranz soll übrigens an einem Mangel an DAO liegen das nur nebenbei, hierum soll es jetzt aber gar nicht gehen). Histamin ist an vielen Prozessen im Körper beteiligt. Unter anderem agiert es als Botenstoff der Entzündungsreaktion und ist damit an der Abwehr körperfremder Stoffe, beteiligt, indem es eine Anschwellung des Gewebes bewirkt.

Was passiert bei Heuschnupfen?

Lassen wir das Thema Histamin kurz so stehen und wenden uns dem eigentlichen Thema, dem Heuschnupfen, zu. Heuschnupfen ist eine Typ-1-Allergie, was bedeutet, dass sie sofort, spätestens nach 30 min nach Kontakt mit dem Allergen, auftritt. Im Körper läuft folgender Prozess ab: Beim ersten Kontakt mit dem Antigen, in unserem Fall also beim Kontakt mit der Polle, produziert der Körper IgE-Antikörper. Diese wiederum setzen sich auf Mastzellen (das sind Zellen der körpereigenen Abwehr, die unter anderem – Ihr werdet es erraten – Histamin gespeichert haben). Bei Kontakt mit IgE schütten diese Zellen Histamin aus. Das erste Mal geschieht das noch zaghaft, beim nächsten Mal ist dieser Prozess bereits gelernt und die Abwehrreaktion geschieht schnell und heftig. Wenn es dann zum Kontakt mit dem Allergen kommt, wird also Histamin freigesetzt, das wiederum im Körper zu Entzündungsreaktionen führt.

IgE: Immunglobulin E (IgE) ist ein Antikörper, der in erster Linie Endoparasiten abwehren soll. Er ist auch verantwortlich für Allergien.

 

Histamin und Heuschnupfen

Und damit sind wir beim eigentlichen Thema angelangt. Das Histamin wird nun also ausgeschüttet und wird langsam wieder abgebaut. Je mehr Histamin im Körper ist, desto aufwendiger ist es, es wieder abzubauen. Deswegen ist es sinnvoll den Histaminspiegel im Körper niedrig zu halten. Histamin wird aber nicht nur selber vom Körper produziert und ausgeschüttet. Ach viele Lebensmittel sind reich an Histamin oder führen im Körper zu einer erhöhten Histaminproduktion. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist diese Lebensmittel bestmöglich während der Heuschnupfensaison zu meiden. Hierbei kommt es häufig auf die Lebensmittelqualität bzw. das Alter an. Je länger bestimmte Lebensmittel liegen, umso mehr Histamin entwickeln sie.

Das hier sind die Lebensmittel, die als histaminreich gelten:

  • Hartkäse wie Parmesan
  • Geräucherte Fleisch- und Wurstsorten wie Salami etc.
  • Bohnen und Hüsenfrüchte wie Kichererbsen, Erdnüsse etc.
  • Soja und Sojabohnen
  • Weizenprodukte
  • Eingelegte Produkte und Vergorenes wie Kimchi und Sauerkraut
  • Schokolade & Kakao
  • Alkoholische Getränke

Und dann gibt es noch die Lebensmittel, die Histamin im Körper freisetzen. Zu Ihnen gehören die Folgenden:

  • Erdbeeren
  • Tomaten
  • Zitrusfrüchte
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Ananas
  • Alkohol

Und zu guter Letzt noch diejenigen, die den Abbau verhindern indem sie die Diaminoxidase blockieren:

  • Alkohol
  • Kakao
  • Energy Drinks
  • Schwarzer & Grüner Tee

Das ist nur eine kurze Übersicht, die nicht geeignet und ausreichend ist, wenn Du eine Histaminunverträglichkeit hast. Hier geht es lediglich um die llergiebeschwerden bei Heuschnupfen. Ich vertrag auch nicht alles gleich schlecht, man muss also ein bisschen testen. Nüsse, Erdbeeren und Käse lasse ich komplett weg, mit Hülsenfrüchten habe ich aber zum Beispiel kein Problem.

Schaut also am besten mal auf Euren Ernährungsplan ob Ihr hier oder da noch etwas optimieren könnt und Euch somit die Heuschnupfenzeit etwas erleichtert.

Sonderfall Alkohol: Alkohol istbei Heuschnupfen so ziemlich das Schlimmste was Ihr machen könnt. Wein zum Beispiel enthält selber Histamin, schüttet Histamin im Körper frei,blockiert den Abbau und bringt selber noch die Schleimhäute zum Abschwellen. Das solltet Ihr in der Heuschnupfensaison bestmöglich vermeiden.

 

Allergietabletten, die die Wirkstoffe Cetirizin, Levocetirizin, Loratadin und Desloratadin machen im Übrigens etwas ganz Ähnliches. Sie docken an die betreffenden Rezeptoren an, so dass das Histamin nicht mehr andocken kann und verhindert damit die Entzündungsreaktionen.

 

So viel also zum Thema Histamin und Allergien. Dazu habe ich Euch noch ein neues Youtube Video hochgeladen, in dem ich meine Top Allergie-Sofort-Helfer vorstelle:

Schaut doch mal vorbei und lasst mir gern ein Like oder einen Kommentar da, mich interessieren auch Eure Erfahrungen mit dem Thema!

 

2 comments

Aisha 15. April 2020 Antworten

Liebe Eva, danke für die tollen Tipps. Leider werde ich von Lorano Ceterizin müde. Ich probiere das, dessen Name mit D anfängt (Rest vergessen ;-)) gerne aus. Was wirklich Wunder bewirkt ist die Nasendusche und das Nasenöl. Merci vielmals.

Happy symptomfreien Tag, Aisha

    Massmann 15. April 2020 Antworten

    Desloratadin – hmm ja versuchs mal, Loratadin mochte ich auch nicht. Viel Erfolg <3

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