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Alpencross Tag 3 – Dortmunder Hütte zur Schweinfurter Hütte

Einmal durch die Stubaier Alpen bitte…

Frisch gestärkt vom Hüttenfrühstück sind wir am Montag zu viert losgezogen. Der Plan war einfach: 375 hm hoch, ganzes Stück flach, nochmal 375 hm hoch und 750 hm wieder runter. Verteilt auf 10 km versprach das eine einfache Wanderung zu werden. Durch das Eingehen am Vortag waren alle Beteiligten guter Launer und voller Selbstvertrauen. Der einzige Faktor, der uns etwas Kopfzerbrechen bereitete, war das Wetter. Schon zum Start um 09.00 Uhr war es heiß. Wer einmal in sengender Hitze gewandert ist weiß, wie anstrengend das ist und so kamen wir auf den ersten 375 hm relativ langsam voran. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir das erste Etappenziel, den Finstertaler Stausee. Der lohnt einen Besuch und ist übrigens auch Teil der Drei-Seen-Runde, die ich im vorherigen Artikel bereits erwähnt habe.

4 on Tour / Finstertaler Stausee / Weg zur Schweinfurter

Der flache Weg, den wir eigentlich am See entlang rausgesucht hatten, war leider gesperrt, wir mussten noch ein kleines Stück auf und dann wieder absteigen, bis wir entspannt am See entlang gehen konnten. Der Weg ist wunderschön, der See glitzert unwirklich türkis. Herrlich.

Wunderschöne Farbe / Anstieg vom See hoch durch das Kar

Am südlichen Rand des Sees kann man auch zu dem 3000er Sulzkogel aufsteigen. Wir hatten aber andere Pläne und sind weitere 375 hm durch das langgezogene Kar aufgestiegen. Der Weg war gut zu gehen und hatte durchgehend tolle Views auf die umliegende Bergwelt und zurück auf den See. Kurz vor dem letzten Anstieg gibts ein kleines Plateau – der perfekte Platz zum Picknicken. Beim letzten Stück bergauf muss ein bisschen gekraxelt werden, hier nimmt man besser die Hände dazu. Jeder Meter lohnt sich. Oben angekommen hatten wir einen wunderschönen Rundum Blick.

Weg durch das Kar mit kleinen Kraxeleien / Herrlicher Rundumblick knapp unter 3.000 m

Oben angekommen, ändert sich der Ausblick sofort. Haben wir gerade noch in die unwirkliche Felswelt geblickt, sehen wir jetzt nichts als Grün. Der Weg führt uns erst gemächlich bergab durch saftige Wiesen, vorbei an glücklich schmatzenden Kühen und frisch plätschernden Bachläufen. Eine Wohltat nach der trockenen Kraxelei. Den Abstieg haben wir in rund anderthalb Stunden gemeistert. Die letzten 500 hm sind recht steil, im Grunde aber einfach und ungefährlich zu gehen. Nach ca. 7 Stunden (statt der von Komoot genannten 4) haben wir dann die Schweinfurter Hütte erreicht. Erschöpft, aber happy.

Schweinfurter Hütte Kleinod mit kleinem Mangel

Zunächst zur Lage: Die Schweinfurter Hütte liegt ganz wunderbar idyllisch und traumhaft schön. Es gibt Sonnen- und Schattenplätze und von jedem hat man einen tollen Weitblick. Wir wurden sofort freundlich empfangen, haben erstmal einen Kaiserschmarrn bestellt und uns für das Abendessen angemeldet, das uns schon andere Wanderer ans Herz gelegt hatten. Unglaublich gut und üppig sollte es sein. Perfekt für uns, wir hatten alle einen riesen Hunger. Die Hütte an sich wirkte sauber, vor allem die Bäder fand ich top, eine heiße Dusche gab es gegen Gebühr, ebenso Wlan. Telefonempfang hatte von uns sonst niemand da oben. Das Essen war wie versprochen lecker. Und reichlich. Wir waren satt und zufrieden und sind alle recht zeitig in unser 4-Personen-Lager geschlüpft, um uns von dem Tag auszuruhen. Und hier kam die Krux: Außer Tim hat in dieser Nacht niemand so wirklich die Augen zu gemacht. Die Stockbetten haben so extrem geknarzt, dass jede Bewegung den Schlaf unterbrach. Eine richtige Horrornacht. Schade. Dann doch lieber die Matratzen auf den Boden.

Unser Lager / das üppige, hervorragende Essen / der exzellente Kaiserschmarrn

Der erste richtige Wandertag mit den Dads war ein voller Erfolg. Alle waren froh, dass wir es zu viert geschafft haben. Die Route war traumhaft schön und gut zu gehen. Wir sind an diesem Tag ein ganzes Stück voran gekommen. Den Track auf Komoot findet Ihr hier: KLICK!

Auf der Karte sah das Ganze dann so aus:

Hier geht’s weiter zum nächsten Tag!

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