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Alpencross Tag 1 – Mittenwalder Höhenweg

Die große Herausforderung

Wie wir zu unserer Route gekommen sind, das könnt Ihr hier nachlesen. Nachdem klar war, dass wir von Mittenwald aus starten, war auch klar, dass der perfekte Startpunkt der Mittenwalder Höhenweg ist. Der Weg startet im Karwendel, ist eine herrliche Gratwanderung auf der deutsch-österreichischen Grenze und hat durchgehend ein traumhaftes Panorama. Wir kannten den Weg schon aus dem letzten Jahr, waren ihn da aber leider nicht gegangen. Das Besondere: Der Weg ist ein einfacher Klettersteig, ist also überwiegend seilversichert. Der Nachteil: Der lange Abstieg. Ich habe mir diverse Videos angesehen und Beschreibungen gelesen und wir waren uns schnell einig: Das machen wir.

Tour-Eckpunkte

Von Mittenwald aus gibt es vier Möglichkeiten zum Tourstart zu kommen:

  • der Aufstieg über das Dammkar. Das haben wir im vorherigen Jahr bereits gemacht (Klick zum Video)
  • der Aufstieg über den steilen Karwendelsteig
  • der Aufstieg über den Heinrich-Noe-Steig
  • eine Fahrt mit der Karwendel-Bergbahn

Wir haben uns für letzteres entschieden, weil die Tour an sich schon recht lange dauern sollte (wir sollten Recht behalten). Um 08.30 brachte uns die erste, bereits sehr volle Bahn auf 2.200 m. Ein kurzer Aufstieg von knapp 100 hm brachte uns dann zum Start der Route. Schon auf diesen 100 hm habe ich gemerkt: Ich habe das Gewicht des Rucksacks deutlich unterschätzt. Ich bin eine trittsichere Wanderin, allerdings ändert sich der Schwerpunkt massiv, wenn ein schwerer Rucksack involviert ist. Der Rucksack hatte inklusive Wasser ca. 9 Kilo Gewicht. Dazu das Klettersteig Equipment mit 2,5 kg – ich war also 11,5 kg schwerer als normal und das hat mir beim ersten Aufstieg ganz schön zugesetzt.

Blick auf Karwendel Bergstation / Klettersteigset anlegen am Anlageplatz / Ready to go

Die Klettersteig ist technisch recht einfach. Allerdings ist die Länge nicht zu unterschätzen. Wir haben mit Gepäck noch einmal länger gebraucht, als ursprünglich geplant:

12,5 km – 230 m hoch – 1.510 m runter

Der  eigentliche Klettersteig hat knapp 3 km – dafür haben wir ca 3,5 Stunden gebraucht, der Abstieg zur Brunnsteiner Hütte ist steil und lang und hat uns ungefähr 1,5 Std gekostet. Der Abstieg von der Brunnsteiner nach Scharnitz waren dann nochmal in etwa 1,5 Stunden. Zusammen mit der Bahnfahrt, der Pause an der Brunnsteiner Hütte, weiteren Pausen, Aufstieg etc. waren wir rund 9 Stunden unterwegs. Immer in der Sonne, mit 11,5 kg plus und das am ersten Tag. Let me tell you: Es war hart, ich war ganz schön erledigt. Dennoch: Die Route ist ein absoluter Traum:

Bretter über dem Abgrund / Herrlicher Blick über die vor uns liegende Route / gesicherte Leiterstellen

Beurteilung der Route

Ich kann den Mittenwalder Höhenweg uneingeschränkt jedem empfehlen, der weiß, was er am Berg tut. Man sollte trittsicher sein, eine vernünftige Ausrüstung, ausreichend Verpflegung und Wasser dabei haben und etwas Ausdauer und Zeit mitbringen. Ein Blick auf den Wetterbericht schadet natürlich auch nicht. Wenn das erfüllt ist, ist das eine ganz wunderbare Route mit tollen Weitblicken.

Wer weitere Einblicke in die Route haben möchte kommt hier zum zusammengeschnittenen Video des ersten Tages.

Wir sind dann übrigens nicht in Scharnitz geblieben, sondern per Schienen Ersatzverkehr weiter nach Seefeld gefahren und haben uns im Hotel Henri einquartiert. Eigentlich war die Übernachtung auf einer Alm geplant, die wir aber wegen der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr erreicht haben. Am nächsten Tag sollte es dann eigentlich über den Frau Hitt Sattel nach Innsbruck gehen. Wir haben uns noch am Abend dagegen entschieden. Wieso und weshalb berichte ich Euch im zweiten Tagesbericht.

Übersicht Tag 1: Mit der Karwendelbergbahn hoch, Mittenwalder Höhenweg, Abstieg über Brunnsteinhütte nach Scharnitz, von da aus Weiterfahrt nach Seefeld.

Nächster Tag

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